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Meistergrade für die Karatetrainer des SV Pfatter

Robert Bergers und Sebastian Rückauf zeigten Können und Willensstärke

Pfatter/Kelheim. (ds) Bei der letzten Schwarzgurt Prüfung der Shorin Ryu Seibukan Karate Union waren auch Sebastian Rückauf und Robert Bergers bei den Prüflingen. Seitdem trägt Sebastian den 1. Dan und Robert den 4. DAN, er gehört damit zu den höchst graduierten Seibukan Karateka`s in Deutschland. Bei dieser Schwarzgurt Gürtelprüfung im traditionellen Seibukan Karate mussten die Teilnehmer schon an ihre körperlichen Grenzen gehen und hohe Willensstärke zeigen, um zu einem erfolgreichen Abschluss zu kommen.

Die Vorbereitungen begannen für die Beiden, die das Karatetraining des SV Pfatter seit der Gründung leiten, bereits im Frühjahr letzten Jahres. Karatekas aus ganz Bayern trafen sich alle zwei Wochen im „Honbu Dojo“ in Kelheim um bei Shihan Measara, der den 8. DAN trägt, zu trainieren.
In diesen Trainingseinheiten wurden die Techniken verbessert und zugleich wurde auch die nötige Kondition für die anstehende Prüfung aufgebaut.
Den Teilnehmern wurde mehrmals aufgezeigt, wo ihre Körperlichen Grenzen liegen. Kelheim war dann auch der Prüfungsort für diese ganz besondere Prüfung. Dazu wurde extra Hanshi Zenpo Shimabukuro, Sohn des Karatestil Gründers, 10. DAN aus Japan und Renshi Jeff Nagata (7. DAN) aus den USA eingeladen, die die Prüfung mit gestrengen Augen abnahmen.
Den Teilnehmern wurden dabei Grundschultechniken , Vorwärts-Rückwärtsübungen, Freikampf, Partnerübungen und Kata`s (Scheinkampf) abverlangt. Außerdem musste ein Konditionstest mit 100 Liegestützen, 80 Situps und 70 Kniebeugen/Fußtritten absolviert werden, um Fitness und Willensstärke zu zeigen. Der krönende Abschluss der Prüfungstage war am nächsten Tag das 40 jährige Jubiläum des Shorin Ryu Seibukan Karate in Europa, das mit Teilnehmern aus über zehn Nationen in Deutschland gefeiert wurde.
Es fanden sich Teilnehmer aus Japan, USA, Vereinigte Arabische Emirate, Finnland, Russland, Schweiz und einige mehr in Kelheim ein, um miteinander zu trainieren und zu feiern. Auf der abendlichen Jubiläumsgala wurden dann die begehrten DAN Diplome, ausgestellt von Hanshi Zenpo Shuimabukuro, persönlich überreicht.
Für Sebastian Rückauf und Robert Bergers war das eine ganz besondere Prüfung und eine Ehre, bei Hanshi Zenpo Shuimabukuro eine Prüfung zu absolvieren, da er Aufgrund seines Alters und der nötigen Präsenz auf der ganzen Welt, nicht so schnell wieder Deutschland besuchen wird.
Ihr Wissen und Können möchten die beiden Karatetrainer natürlich auch an ihre Schüler weitergeben.
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Am 12. Januar geht es wieder los mit dem Training in der Turnhalle.
Kinder und Jugendliche trainieren in zwei Gruppen von 17 bis 19 Uhr und von 20 bis 21.30 Uhr sind dann die Erwachsenen dran.
Für die kommende Trainingssaison sind Neueinsteiger wieder herzlich willkommen.
Ein mehrmaliges kostenloses Schnuppertraining ist jederzeit möglich.

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Pfatterer Karatekas im Aufwind

Hochkonzentriert begibt sich Sebastian Stuber in die Ausgangsposition für
die nächste Technik. Fußtritte – auf japanisch „Geri“ – hat er am liebsten.
Auch David Sanftleben strengt sich an, denn er will demnächst die
Gürtelprüfung bei der Karateabteilung des SV Pfatter machen, mit einem
gelben Gurt wird er dann nicht mehr zu den Anfängern zählen. Dass Karate nur
was für Jungs ist, finden die Mädchen albern. So sind Christina Koller und
Natalie Pavitsch schon längere Zeit dabei und zeigen den Knaben, dass sie
nicht kampflos das Feld räumen werden. Und im Fortgeschrittenentraining sind
sogar noch mehr Mädchen als Jungen. Trainer, oder „Sensai“, wie der
japanische Titel lautet, Robert Bergers gibt die Kommandos. Dabei zählt er
nicht auf deutsch, sondern auf japanisch. Den Kindern sind diese Ausdrücke
längst in Fleisch und Blut übergegangen, sie können schon fast im Schlaf
„ich, ni, san, shi“ zählen.

„Unser Karatestil ist noch sehr traditionell und es wird viel Wert auf
Höflichkeit und Respekt, nicht nur den Trainern, sondern auch dem Partner
gegenüber, gelegt“, erzählt Robert Bergers, der mit dem dritten Dan einer
der höchsten Schwarzgurtträger von ganz Deutschland ist. Zusammen mit
Sebastian Rückauf, der mit dem ersten Kyu auf dem Weg zum Schwarzgürtel ist,
leitet er in Pfatter das Training.

Im September 2002 rief der Griesauerer Robert Bergers, der vorher bereits
die Karategruppe in Illkofen leitete, die Karateabteilung im Pfatterer
Sportverein ins Leben und kann sich bis jetzt über das Interesse nicht
beklagen: „Zwischen 10 und 15 Kinder kommen jeweils zu den beiden Trainings,
eines ist für Anfänger ab sechs Jahren und eines ist für Fortgeschrittene.
Das Angebot findet nach wie vor großen Anklang unter den jungen Leuten“.
Auch für das Erwachsenentraining wird großes Interesse gezeigt und zieht
immer mehr Interessierte an. Dabei liegt der Ursprung von Karate auf der
anderen Seite der Welt: Von China aus verbreiteten Mönche die Kampfkunst bis
nach Japan, wobei sich je nach geographischer Lage unterschiedliche
Stilrichtungen herausbildeten.

Doch schließlich ist Karate nicht nur zur Verteidigung in
Gefahrensituationen gedacht, wobei die Fähigkeit und das gesteigerte
Selbstbewusstsein, sich auch wehren zu können, natürlich ein äußerst
positiver Nebeneffekt ist. Durch die mannigfaltigen Techniken wird der ganze
Körper trainiert, die Gesundheit und die Konzentration gefördert und die
Selbstdisziplin erhöht. „Manche Leute schreckt das Wort „Kampfsportart“ ab“,
berichtet Robert Bergers, „dabei ist das Verletzungsrisiko um vieles
geringer als bei den üblichen Sportarten wie Fußball oder Volleyball.“

Das Karate außerdem riesig Spaß macht, erzählt Sebastian Stuber: „Meine
Freind sand scho länger dabei, da bin i neugierig worden und seitdem a
dabei. Des fetzt!“, ruft er munter. Auch die fünfjährige Anna Sanftleben hat
schon mal mitgeschnuppert, als sie ihren großen Bruder begleitet hat und ihr
Urteil steht fest: „Des will ich später auch mal machen!“, meint sie
begeistert.
Historie

Im September 2002 wurde die neue Karateabteilung im Sportverein Pfatter offiziell aus der Taufe gehoben. Als erfahrener Trainer konnte Robert Bergers aus Griesau gewonnen werden, der bereits seit 1994 eine Karategruppe in Illkofen leitet
Sensei Bergers betreibt seit 1989 Karate und ist Träger des schwarzen Gürtels (2. DAN). Unterstützt wird er von Sebastian Rückauf aus Geisling und Tanja Schütz aus Auburg (beide Braungurtträger 3. KYU)

Die Heimat des Karate ist Okinawa, eine Insel vor Japan, sie ist Teil der Ryu Kyu Inseln.
In Pfatter wird als Karatestil das Shorin Ryu Seibukan Karate trainiert, eine Karateart, die 1962 von Zenryo Shimabukoro gegründet wurde. In Deutschland gibt es etwa 2000 Karateka’s, darunter zwei Drittel Kinder und Jugendliche, die diesen Stil pflegen

Mittlerweile bestehen in Pfatter eine Anfänger- und eine Fortgeschrittenen- Gruppe mit insgesamt 30 Kindern im Alter von 6-13 Jahren. Angesichts der hohen Nachfrage musste das Trainerteam seine Übungsstunden bereits erweitern.
Auch ein Erwachsenenkurs wird derzeit angeboten.

Bergers in hervorragender Weise stellt. Karate verbessert Konzentration und Gesundheit gleichermaßen und erfordert vor allem Selbstdisziplin.
Erziehung zu Höflichkeit und Respekt gegenüber dem Lehrer und Partner sind weitere wichtige Tugenden des Karatetrainings. Insgesamt stellt Karate eine harte Sportdisziplin dar, deren Nutzen für Körper und Seele aber wesentlich höher zu bewerten ist als manche populäre Sportarten mit hohen Verletzungsanfälligkeiten.

In der kurzen Zeit hat die junge Karategruppe Pfatter schon Enormes geleistet: In Pfatter und zuletzt in Eggmühl konnten insgesamt 11 jugendliche Karateschüler des Trainers Bergers den Gelb-Gurt (8. KYU Schülergurt) erfolgreich ablegen. Die Sommerfeste in Pfatter (2003) und in Illkofen (2004) runden das Zusammengehörigkeitsgefühl der Karate-Kids ab. Großen Spaß machten das Hüttenwochenende in Wullendorf bei Wiesenfelden und das Sommerlager in Cham.
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Überblick

3. Dan Karate für Robert am 10.12.04

Prüfung in Pfatter am 13.03.05

Teilnahme am Kindersommerlager in Stamsried Juli 2005

Prüfung in Pfatter am 18.12.05

Prüfung in Pfatter am 04.06.06

Teilnahme am Kindersommerlager in Cham Juli 06

Erweiterung des Angebots um eine zweite Kindergruppe Karate September 06

Prüfung in Pfatter am 11.02.07

1. Kyu Karate für Sebastian am 27.04.07

Teilnahme am Kindersommerlager in Cham Juli 07

Erste Vereinsmeisterschaft im Juni 07

1.Dan Kobudo für Robert am 28.10.07

Teilnahme am Seibukan Cup in Deggendorf

Teilnahme am Kindersommerlager in Eggmühl Juni 08

Erweiterung des Angebots um eine Erwachsenengruppe Karate September 08

Tai Chi Trainer für Sebastian im September 08